Heute war der letzte Tag meines Praktikums bei der Firma COM plan + service in Viernheim wo ich nun seit 14. Februar diesen Jahres war. Ich werde jedoch auch weiterhin der Firma erhalten bleiben, denn ich wurde dort direkt im Anschluss als Werkstudent eingestellt. Es ist schön neben dem Studium ein wenig Geld zu verdienen und außerdem gleichzeitig Arbeitserfahrung zu sammeln.
Das Praktikum war ein Pflichtpraktikum welches ich im Rahmen meines Informatik Studiums im 5. Semester an der Hochschule Mannheim absolvieren musste. Es hat mir viel Spaß gemacht. Am Anfang war es ungewohnt jeden Tag 9 Stunden im Büro zu verbringen, aber ich gewöhnte mich daran. Mitte März als die Vorlesungszeit an der Hochschule wieder losging, musste auch ich parallel wieder hin um die Kurse Analysis und Lineare Algebra zu absolvieren, denn die schleppte ich schon seit dem Grundstudium mit mir herum.
Während meines Praktikums lernte ich vorallem die ALO, das Agent Line Office der COM plan kennen. Dies ist eine Call-Center Software, welche die Firma vertreibt. Die COM plan ist ein Systemhaus für Telekommunikation.
Die Software wird von einigen Firmen an deren Hotline bzw. im Kundenservice eingesetzt um Sprachanrufe, Faxe, Emails, SMS, Voicemails, etc. zu verwalten und zu routen. Die Anwendung ist komplett Web basiert und läuft somit ohne installation direkt im Browser. Als Technologie werden JavaServerPages (JSP) und JavaServerFaces (JSF) in Verbindung mit Richfaces verwendet. Meine Aufgabe war es zu Beginn zunächst mit der ALO vertraut zu werden, dazu testete ich die Software auf Fehler, sowohl manuell als auch durch automatisierte Unit Tests welche ich mit JUnit in Java schrieb. Ebenso machte ich mich mit automatisierten Oberflächentests vertraut, dazu verwendete ich Selenium.
Recht schnell durfte ich aber auch schon am Produkt mit entwickeln, so baute ich anfangs beispielsweise einen neuen WYSIWYG-Editor zur Darstellung und Bearbeitung von Emails ein. Am Ende integrierte ich den Record Manager in die ALO. Der Record Manager war ein bisher alleinstehender Prototyp, der es erlaubte Gesprächsauszeichnungen zu verwalten . Ein Kunde wünschte sich noch einige Erweiterungen die ich dann umsetzte. So kann man nun zum Beispiel eine Gesprächsaufnahme an einem belibigen Telefon auf der Welt abhören, man muss nur die Rufnummer eingeben, das Telefon klingelt und die Aufzeichnung wird abgespielt. Irgendwie schon spannend, dass man durch einen Methodenaufruf in Java ein Telefon klingeln lassen kann. Funktionieren tut das Ganze indem ein UDP-Paket an einen Server gesendet der dann den Call initiiert, dieser ist natürlich an das Telefonnetz per ISDN angebunden. Es ist sogar möglich per Methodenaufruf ein CSTA überwachtes Telefon abzuheben bzw. aufzulegen…spannende Sachen die ich dort machen durfte.
Übrigens habe ich auch die Kurse Analysis und Lineare Algebra an der Hochschule bestanden und somit endlich mein Grundstudium abgeschlossen, obowohl ich schon die ganze Zeit Vorlesungen aus dem Hauptstudium höre.
